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Herbst auf Eiderstedt – Herbst in Welt

Der Sommer ist vorüber, doch dieses Jahr bleibt es sehr lange warm.
Text und Fotos: F. Koss

Im September fand, quasi zum Ende des wunderbaren Sommers 2014, die bunte Meile in Vollerwiek statt. Sie wurde eröffnet mit einem Gottesdienst gehalten von Pastor Beermann, einschließlich „Flugunterricht“. Für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt gewesen und auch die musikalische Unterhaltung kam nicht zu kurz – von den Strandräubern aus St. Peter Ording:

Dort sind die Strände jetzt wesentlich leerer als noch vor ein paar Wochen und man kann wundervolle Sonnenuntergänge beobachten:

Noch hingen die Äpfel an den Bäumen und warten auf die Ernte, die in diesem Jahr sehr üppig ausgefallen ist. Wenige Wochen später liegt unter den Bäumen noch ein wenig Fallobst – immer noch gut für einen leckeren Kuchen oder Apfelmus:

Die Bäume verlieren nun schnell ihre Blätter und die Gebäude werden wieder sichtbar – hier unsere „Weltkirche“ St. Michael. Sie hat bei den letzten Herbststürmen 2013 schwere Schäden davongetragen und wartet nun auf eine teure und aufwendige Instandsetzung.

Kirche St. Michael in Welt

Unsere Dorfsilhouette zeigt sich im Abendlicht von seiner besten Seite, die Felder davor sind längst abgeerntet. Leider wird auch bei uns vermehrt Mais angepflanzt, eine heftig umstrittene Entwicklung der letzten Jahre:

Es ist Zeit für die Zugvögel sich zu sammeln, überall sieht man sie zu den Sammelplätzen fliegen:

Wenn man früh genug aufsteht und ein wenig Glück hat, kann man wunderschöne Momente der Stille und Anmut genießen. Wenn aus dem Nebel die Spitzen der Windräder und Kirchtürme auftauchen (wieder St. Michael – Welt), wird einem klar, dass es nun mit Riesenschritten in Richtung Winter geht:

Auch St. Martin in Vollerwiek steht schon kahl, mit frisch renoviertem Dach schmuck im kühlen sonnenbeschienenen Tag:

Kirche St. Martin in Vollerwiek

Kirche St. Martin in Vollerwiek

Am Strand blühen noch immer die Nationalfplanzen Schottlands, die Disteln, doch der Tau verdunstet tagsüber kaum noch von den Blättern:

Während die Nester in den Bäumen der Gärten verlassen sind, die zahlreichen Jungvögeln als Kinderstube gedient haben, sammeln sich immer mehr Vögel auf den Feldern – nicht immer zur Freude der Bauern.
Immer öfter sieht man riesige Schwärme sich sammeln und davonfliegen, es ist an der Zeit in wärmere Regionen aufzubrechen:

In Welt genießen wir die letzten Abende mit wärmenden Sonnenstrahlen, abends wärmt manchmal ein Feuerkorb beim Verweilen auf der Terrasse:

Jetzt werden die Tage rasend schnell kürzer, der Sturm fegt über die Felder und durch die Gärten und die Gedanken schweifen zu den bald bevorstehenden Trauertagen und dem dann folgenden Advent.
Die morgendliche Sonne jedenfalls tut sich schwer aufzugehen, verwöhnt uns aber mit ein wenig Wärme und erinnert an den wundervollen vergangenen Sommer, der nicht nur den Einheimischen sondern auch den Gästen in sehr guter Erinnerung bleiben wird.