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Sietwende

Siel in der "Sietwende"

Siel in der "Sietwende"

Die nördliche Grenze der Gemeinde Welt bildet die Sietwende!

"Mitten in der Landschaft verläuft ein kleiner Deich, die "Sietwende".
Er bildet die Grenzlinie zwischen den Harden Everschop und Eiderstedt und wird von der B202 bei Hemminghörn geschnitten.
Dieser Deich ist als Fußweg benutzt worden, wenn sich die Ratleute der drei Harden bei Hemminghörn auf ihrem Versammlungsplatz trafen s.u.*).
Aber er war nicht als Fußweg geplant, sondern er sollte die beiden Harden schützen. Wenn eine Harde bei Sturmflut unter Wasser stand, sollte das Wasser nicht auch noch die andere Harde überschwemmen. Gedacht war diese Sietwende als eine Art Zwischendeich. Sie wurde 1435 auf Anordnung des Herzogs von Schleswig gebaut."

Auszug aus: "Das Eiderstedter Alphabet" / Claus Heitmann / Heimatbund Landschaft Eiderstedt.
(H.J.Kühn/AA.Panten "Der frühe Deichbau in Nordfriesland", Bredstedt 1989)

Siel in der "Sietwende"

Siel in der "Sietwende"

Auszug aus "Das Eiderstedter Alphabet". Aus der Reihe "Eiderstedter Hefte 1"
ISBN 3-929860-01-5 / Autor: Claus Heitmann / Heimatbund Eiderstedt:

*) Harde = Verwaltungseinheit.
Die Harde ist nach dem Kirchspiel die nächst größere Verwaltungseinheit.
Die Landschaft Eiderstedt hatte drei Harden: Utholm, Everschop und Eiderstedt. Sie gaben dem Land den Namen Dreilande.

*) Hemminghörn = Treffpunkt der Dreilande.
Hemminghörn ist der Mittelpunkt der Dreilande, zumindest aus jeder Richtung gut zu erreichen. Hier trafen sich im 15. Jahrhundert vorwiegend die gewählten Ratleute der Dreilande, der Rat der 36er. Ihre Aufgabe war es, Beliebungen auf der Ebene der Dreilande zu erlassen, d.h. Verordnungen zu geben, die in der ganzen Landschaft gelten sollten.